Instant Messaging und Kontakt zu Mitstudierenden

Instant Messaging unter Fernstudenten scheint beliebt und verbreitet zu sein. Zu Beginn von DD121 tauschten alle britischen Studierenden ihre MSN-Daten untereinander aus. Ich muss gestehen, dass ich IM bisher als relativ überflüssig gehalten habe. Abgesehen davon, dass ich dafür nie Zeit aufbringen konnte, ist diese Art der Kommunikation einfach nicht die meine. Das mag zwar hin und wieder für 5 Minuten ganz nett sein, aber sich stundenlang auf diese Weise zu unterhalten stelle ich mir unglaublich doof und ineffizient vor.

Nun gut, extra für den Kurs habe ich mich dann bei MSN bzw. Hotmail registriert, weil die Briten anscheinend auf dieses System voll abfahren. Ich habe ein Mailkonto bei Yahoo, hätte also über Yahoo chatten können, genauso auch über Gmail (GTalk nennt sich das jetzt, na egal auch, läuft auf jeden Fall über das Jabber-Protokoll).

Am Anfang musste ich den IM-Client in den Autostart-Ordner legen, weil ich es regelmäßig verpennt habe, mich dort einzuloggen. Nach einer gewissen Zeit ließ auch bei den britischen Mitstudenten das Interesse nach, von den deutschen ganz zu schweigen. Also habe ich den IM-Client wieder aus dem Autostart-Ordner genommen und prompt verwende ich das Ding nicht mehr (naja, alle 4 Wochen logge ich mich mal sporadisch ein).

Aber, um ehrlich zu sein, stelle ich mir Kontakt unter Mitstudenten anders vor. Natürlich wäre es schön, wenn man sich hin und wieder persönlich treffen könnte. Bei der Streuung über ganz Deutschland ist das aber nicht wirklich realisierbar (einige sind in und um München konzentriert, einige in und um Frankfurt, der Rest scheint so ziemlich überall verstreut zu sein).

Im Moment denke ich noch ist es für DD121 nicht so schlimm, wenn der Kontakt nicht so toll läuft. Ich komme relativ gut zurecht, obwohl es schon etwas öde und eintönig ist, wenn man sich nicht wirklich mit den Leuten über die gelernten Themen unterhalten kann. Wenn ich ehrlich bin, würde ich den Austausch mit anderen, auch wenn es nur um solche Dinge wie Organisation des Fernstudiums, private Probleme mit dem Lernen/Fernstudium und Lernmotivation geht, persönlich und in Echtzeit schon bevorzugen. Ich hoffe daher, dass ich für DSE212 etwas mehr Glück habe und vielleicht der/die eine odere andere Mitstudent/in in der Nähe angesiedelt sein wird.

Dass auch andere Mitstudierende Probleme mit dem fehlenden Kontakt haben, habe ich heute von einer anderen Kollegin (über IM) mitgekriegt. Sie hatte sich am Anfang des Kurses sehr dafür eingesetzt, dass man ein Treffen außerhalb der Tutorien organisiert, um sich kennenzulernen und evtl. miteinander zu lernen. Allerdings ist es gar nicht dazu gekommen, weil alle nacheinander abgesagt haben. Am meisten hat sie gestört, dass sich viele gar nicht mehr melden, also auch keine Absagen oder Antworten auf ihre Anfragen schicken.

Ist natürlich schade, aber die Leute haben wohl auch einfach andere Dinge zu tun und das Fernstudium ist nicht mehr so ganz neu und „aufregend“ wie am Anfang. Es wird wohl alles mehr und mehr Routine, und man versucht so gut wie es geht alles unter einen Hut zu bringen. So werden die Dinge, die nicht „Pflicht“ sind auch so gering wie möglich gehalten. Da ich ja selber Familie habe, kenne ich dieses Gefühl und schätze es auch, freie Zeit für mich und für Mann und Kinder zu haben. Ich denke, für viele ist das Fernstudium eben doch nur ein weiterer Abschnitt im Leben und kann nun mal nicht mit einem Präsenzstudium oder einer anderen Ausbildung verglichen werden.

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