Rückblick auf die Kurse: DSE232 und DZX222

Obwohl ich ja schon in anderen Beiträgen kurz erwähnt habe, welche Eindrücke ich von den letzten beiden Kursen hatte, sind mir in den letzten Tagen nochmal einige Dinge durch den Kopf gegangen, die ich hier festhalten möchte, weil ich sie für „die Nachwelt“ (bzw. für potenzielle Interessenten) wichtig sein könnten. Ich werde mich aber sehr kurz halten, was den Rückblick angeht:

  • DSE232 Applying Psychology:
    Ursprünglich habe ich den Kurs belegt, weil er einmal Bestandteil von DSE212 war und die Belegung für Psychologiestudenten der OU empfohlen wird. Da ich mit den Pflichtkursen nicht komplett auf die 360 Credits komme, fiel es mir nicht schwer mich für diesen 15-Credit-Kurs zu entscheiden, um die verbleibenden Credits aufzufüllen.
    Inhaltlich war ich dann doch etwas enttäuscht vom Kurs. Im Grunde geht es im Kurs um die drei psychologischen Fachbereiche klinische Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie sowie forensische Psychologie. Vor allem der Teil über die klinische und forensische Psychologie empfand ich als langatmig und nicht unbedingt prickelnd. Dafür war wiederum AO-Psychologie sehr interessant und hat mich teilweise richtig gefesselt. Es dürfte aber auch klar sein, dass der Kurs in allen drei Bereichen nur einen ziemlich eingeschränkten Einblick bieten kann. Was mich auch enorm am Kurs gestört hat waren die zwei Einsendeaufgaben: eine TMA (in der Mitte des Kurses) und eine ECA (am Schluss). Ich halte das persönlich für zu viel Arbeit für einen 15-Credit-Kurs. Eine Aufgabe hätte meines Erachtens hier gereicht. Letztlich fand ich den Kurs deswegen als sehr stressig, weil man in der TMA eine Vorarbeit leistet, die man für die ECA einsetzen kann – allerdings nur bedingt, weil die Aufgabe teilweise eine andere ist. Also, ich konnte den Sinn der TMA als Vorarbeit nicht so recht verstehen.
    Fazit: Ich würde den Kurs nicht noch einmal belegen.
  • DZX222 Psychology online project:
    Ich hatte den Kurs zuerst gebucht, weil ich für die Präsenzvariante keine Zeit aufbringen konnte – zumindest nicht letztes Jahr. Daher schien es mir logisch, stattdessen die Online-Variante zu wählen. Im Nachhinein denke ich aber, ich hätte die Teilnahme am Präsenzkurs einfach auf dieses Jahr verschieben sollen.
    Anfangs hatte ich ja dann schon meine Bedenken, wie das mit der Diskussion- und der Projektarbeit laufen würde. Diese Bedenken haben sich teilweise als grundlos herausgestellt, weil die Zusammenarbeit doch phasenweise ganz gut lief, was ich als positive Erfahrung verbuchen möchte. Auf der anderen Seite vermittelt der Kurs über die Dauer von ca. 10 Wochen das Wissen, das man im Präsenzkurs in 5 Tagen erarbeitet.
    Am bedenklichsten ist sicherlich die Tatsache, dass die Projektarbeit Ende November/Anfang Dezember stattfindet, der fertige Projektbericht Anfang/Mitte Januar bei der OU sein muss. Für Studenten in Deutschland bedeutet das unweigerlich, dass man vor und nach den Weihnachtsfeiertagen kräftig ranklotzen muss, um den Abgabetermin einzuhalten (Postversand ist zwingend bei dieser Aufgabe). Das hat für mich persönlich am meisten Stress bedeutet und zusätzliche Kosten verursacht, weil ich es einfach nicht bewältigen konnte. Daraus ziehe ich für dieses Jahr meine Konsequenzen: keine Kurse vor Weihnachten mehr!
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