Tu ich’s, oder tu ich’s nicht?

Heute hatte ich einen Termin bei der Studienberatung meiner alten Uni. War ziemlich schwer, den Termin überhaupt zu bekommen. Nachdem mich das Thema ja in letzter Zeit nicht so recht losgelassen hat, musste ich einfach wissen, was sich geändert hat und welche Aussichten ich habe, mein Präsenzstudium doch noch fertig zu bekommen.

Erstmal war ich verblüfft, als ich im Studiensekretariat ankam. Es hat sich scheinbar einiges getan in den letzten Jahren. Das Verblüffendste war wohl, dass verschiedene Abteilungen um Praktikanten und Doktoranden warben – und zwar nicht nur irgendwie mit einem Wisch, den man durch den Kopierer gejagt hatte. Nein, die haben tatsächlich Geld in Broschüren investiert und – jetzt kommt’s – sie bieten Interessenten sogar Geld für die Dauer ihrer Beschäftigung. Kann man es fassen? GELD AN EINER DEUTSCHEN UNI???????????

Zunächst hatte ich deshalb den Eindruck, möglicherweise falsch zu sein (es hätte ja jetzt das Studiensekretariat der WiWi’s sein können, da hätte es mich nicht gewundert), aber nein, ich war goldrichtig.

Das Gespräch selber ging recht lange. Was sich meines Erachtens herausgestellt hat ist, dass sich einiges geändert hat (alter Wein in neuen Schläuchen) und dass ich auch nach den neuen Regelungen viel anrechnen lassen kann, aber einiges muss ich neu machen. Nicht, weil es sich tatsächlich um neue Fächer gehandelt hätte, nein. Vielmehr haben sich die Anforderungen geändert. Wo ich nur einen Schein machen musste (kurz für „Anwesenheitspflicht, ohne Benutzung des mitgeführten Gehirns“), muss man jetzt eine Note vorweisen (kurz für „abschließende Überprüfung der tatsächlichen geistigen Anwesenheit mit oder ohne Anwesenheitspflicht“). Ein paar Sachen sind auch neu dazu gekommen, OK, da bliebe mir nichts anderes übrig als von vorne zu lernen und mit allen anderen mitschreiben.

Im Moment schwanke ich, zumal der Termin zur Abgabe der Zulassungsanträge morgen schon endet. Ich müsste also am besten heute abend alle Unterlagen parat haben, um sie morgen abzugeben. Mein Mann meinte, ich solle mich einfach mal einschreiben, auch wenn ich mich dann doch dagegen entscheiden würde; ich würde wenigstens keine Zeit verlieren.

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6 Gedanken zu „Tu ich’s, oder tu ich’s nicht?

  1. Hallo Sonja, und – hast Du es getan? Welchen Studiengang hattest Du begonnen und wie viele Semester würdest Du etwa machen müssen?

    Viele Grüsse
    Zippy

  2. Nun, ich wollte es tun. Dann hat sich aber ein verwaltungstechnisches Problem ergeben, sodass ich mich nicht einschreiben konnte. Ich müsste zum kommenden Sommersemester nochmal einen Antrag auf Zulassung stellen und dann hoffen, dass mir ein Platz für das 1. Fachsemester zugeteilt wird, und dann die Anerkennung meiner Vorleistungen beantragen. Also habe ich ca. ein halbes Jahr Zeit, mir die Sache nochmal durch den Kopf gehen zu lassen.

  3. Naja, vielleicht ist so ein bisschen „Besinnungszeit“ ja ganz gut – Langeweile wird ja nicht aufkommen bei Dir 🙂

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