In eigener Sache/Umfrage: Sprachkurse

Heute mal was ganz anderes, nämlich eine Umfrage zum Thema Sprachkurse. Ich meine damit nicht VHS-Kurse, auch keine betreuten Fernkurse, wie z.B. von der OU. Ich rede von den Selbstlernkursen, die man in Buchhandlungen oder als PC-Programm auch in der Computerspiele-Abteilung bekommt.

Ich selber besitze einige dieser Kurse, manche davon habe ich durchgearbeitet, manche davon nach dem Kauf nie wieder angefasst. Andere habe ich schon verschenkt oder weiterverkauft. Und obwohl ich behaupten kann, dass nicht jeder Kauf eines solchen Kurses erfolgreich oder sein Geld wert war, ist das Thema Sprachenlernen und insbesondere Selbstlernkurse eines meiner Steckenpferde. Und ich habe durchaus den Wunsch, noch den einen oder anderen Sprachkurs zu kaufen. Nur würde ich in Zukunft gerne darauf verzichten, sie als Staubfänger zu missbrauchen. Im Moment habe ich nur eine vage Idee, wie ich das anstellen werde.

Mich würde interessieren, welche Erfahrungen du mit solchen Kursen gemacht haben.

Mich würde z.B. interessieren

  • wie viele Selbstlernkurse du aktuell besitzt bzw. jemals besessen hast (bzw. aus der Bücherei, von Freunden ausgeliehen hast),
  • wie viele davon du wirklich nutzt/genutzt hast,
  • um welche Sprachen es sich handelt/e,
  • aus welchem Verlag die einzelnen Kurse stammen (Pons, Langenscheidt, Birkenbihl, Assimil, o.ä).,
  • ob du den/die Kurs/e durchgezogen hast (wenn ja, ganz oder nur teilweise?),
  • wenn nein, was hat dich daran gehindert, den Kurs durchzuarbeiten,
  • ob du es noch einmal mit einem Selbstlernkurs probieren würdest
  • und wenn ja, ob es irgendetwas gäbe, was es dir erleichtern würde, den Kurs erfolgreich abzuschließen.

Ich würde mich über Kommentare (siehe unten) freuen, ebenso über die Weitergabe des Links an andere Interessierte. Je mehr Kommentare, umso besser. 🙂

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10 Gedanken zu „In eigener Sache/Umfrage: Sprachkurse

  1. Tja, Erfahrungen mit Sprachselbstlernkursen hab ich leider keine. Da ich aber vor dem gleichen Problem stehe, nämlich Sprachen selbst lernen zu wollen, wäre ich über eine Empfehlung sehr dankbar.

    Welches waren z.B. die Kurse, die nicht gleich in die Tonne gewandert sind? Womit hast du bereits gute Erfahrungen gemacht?

    Gruß, H.D. (Twitter: BootBar)

    • Hallo H.D.,
      tja, welcher Kurs ist nicht gleich in der Tonne gelandet? Eigentlich keiner. Ich hab sie, nach Möglichkeit, alle sorgsam behandelt, manche auch verschenkt oder weiterverkauft.
      Ich denke, dass die Auswahl eines Sprachkurses schon auch was individuelles ist. Wenn ich jetzt sage, ich bin ganz toll mit Pimsleur-Kursen zurecht gekommen, dann hat das ja nicht viel zu heißen. Möglicherweise reicht dein Englisch nicht, um die Anweisungen auf den CDs zu verstehen (die Kurse gibt es nur mit englischen Anweisungen). Oder du hast lieber ein gedrucktes Buch vor dir (Pimsleur ist ein reiner Audiokurs, es gibt zwar ein Booklet, das ist aber wirklich sehr mickrig).

  2. Hi Sonja,
    da ich deinen Blog schon seit etwa 2 Jahren verfolge, dachte ich, ich könnte mal was schreiben.
    Sprachenlernen war auch immer eines meiner Steckenpferde, und ich besitze bestimmt ein halbes Dutzend Sprachlernkurse, nicht gezählt solche, die ich irgendwann entsorgt habe, und habe mindestens ein weiteres halbes Dutzend irgendwann aus der Bücherei ausgeliehen, in diversen Sprachen, spanisch, italienisch, schwedisch, japanisch, und dazu französisch für Fortgeschrittene, alle von diversen Anbietern, Langenscheidt, Assimil, hueber, evtl auch andere.
    Eigentlich waren die meisten aber doch verschwendetes Geld, da bei mir beim Selbststudium selten wirklich ein Ergebnis herauskam. Mit dem Assimil Buch für fortgeschrittenes Französisch habe ich mich einige Zeit gut beschäftigt, aber bei Sprachen, bei denen ich keine Vorkenntnisse aus irgendwelchem Unterricht hatte, fiel es mir immer schwer dranzubleiben oder irgendwelche wirklichen Fortschritte zu machen. Die einzige Sprache, bei der es halbwegs funktionierte, war Schwedisch. Da gelang es mir ein halbes Buch eines älteren Langenscheidt-Kurses wirklich durchzuarbeiten, was eine gute Grundlage war für den Schwedisch Kurs, den ich dann später doch noch besucht habe.
    Woran es scheitert? Erstmal auf Dauer dranbleiben, und dann bleibt man doch einfach immer wieder an irgendwelchen Hürden hängen, Grammatik, die man ohne weitere Erklärungen doch nicht versteht, oder am Aufbau der Selbstlernbücher, die selten optimal aufgebaut sind, fehlende Zeit, irgendwann fehlende Lust, fehlender Fortschritt, und wenn man alleine dasitzt, hat man keinen Grund dran zu bleiben, wenn es mal schwieriger wird.
    Ich würde zwar wieder Selbstlernkurse versuchen, aber ich glaube doch, dass Unterricht einfach mehr bringt, vor allem wenn man in einer Sprache keine wirklichen Vorkenntnisse hat. Meine persönliche Erfahrung ist es, dass ich beim Selbststudium von Sprachen immer an irgendwelche Grenzen stoße und eigentlich halte ich es für mich persönlich inzwischen für sinnvoller, mit Fernsehen/Filmen bestehende Sprachkenntnisse aufzufrischen oder zu erweitern als an neuen Sprachkursen herumzukauen.
    Viele Grüße
    Ute

    • Hallo Ute,

      danke für deinen umfangreichen Kommentar. Auch mir ist aufgefallen, dass ich immer wieder an Grenzen stoße und ich frage mich natürlich, wie man trotz dieser Grenzen erfolgreich weitermacht. Eventuell durch zusätzliches Lernmaterial (denn in Präsenzkursen wird ja in der Regel auch nicht nur stur aus dem Buch gelernt, sondern immer noch Zusatzmaterial des Dozenten eingesetzt) oder durch Kontakt mit Gleichgesinnten, oder … ?

      • Hi Sonja,
        ich denke, es ist vielleicht der Kontakt mit Gleichgesinnten, bzw das gemeinsame Lernen im Kurs, das den Unterschied ausmacht. Zuhause macht man eine Übung einmal und alleine, aber im Kurs wird man gezwungen, Übungen mit anderen zu machen, bzw hört auch den anderen zu während sie diesselben Übungen machen, und dadurch hat es vielleicht mehr Lerneffekt durch die Wiederholungen. Dazu dann natürlich noch, dass man bei Fehlern verbessert wird, was zu Hause alleine nicht stattfindet.

  3. Hallo Sonja,

    also ich habe schon so einige mal besessen und ausprobiert. Eine Auswahl, an die ich mich gerade erinnern kann:
    – Birkenbihl-Kassetten (nicht genutzt)
    – Langenscheidt (PC/Audio etc.), ansatzweise genutzt
    – Unterlagen der Wilhelm Büchner Hochschule (intensiv durchgearbeitet, war auch mit Kassetten, Audio/PC-CDs etc.)
    – Verschiedene Online-Vokabeltrainer, am intensivsten habe ich TULOX genutzt
    – Abreißkalender Langenscheidt ganz gut genutzt, wenn auch meist mit Verzug. In diesem Jahr habe ich es auch mal wieder versucht, allerdings mit einem Produkt aus dem ALDI
    – PC-Programme, zum Beispiel die von Tell me more (ganz gut, aber wurde dann auch schnell wieder langweilig)

    Viele Grüße
    Markus

    • Hallo Markus,

      Wenn ich deine Liste so durchlesen, hast du die Angebote entweder nicht genutzt, hattest Schwierigkeiten, sie regelmäßig zu nutzen oder fandest sie langweilig. Die Unterlagen der WBH sind ja Teil deines Fernstudiums gewesen, also nehme ich an, dass da irgendeine Art von Betreuung stattgefunden hat und dass du diese Hefte letztlich durcharbeiten musstest, um ein größeres Ziel zu erreichen, was aber z.B. beim Abreißkalender oder den Selbstlernkursen einfach nicht der Fall war. Stimmt das in etwa?

      • Hallo Sonja,

        genau so ist es. Es war keinesfalls so, dass die Unterlagen der WBH nun besser als die anderen Materialien gewesen wären (zum Teil eher im Gegenteil, das PC-Programm zum Beispiel war richtig schlecht), aber ich musste mich halt damit auf eine Klausur, eine Hausarbeit und eine mündliche Prüfung vorbereiten. Außerdem Einsendeaufgaben zu jedem Heft, zum Teil auch mündliche. Das hat motiviert, weil der „Druck“ da war.

      • Danke für die Rückmeldung, Markus. Ich habe das in etwa auch so erlebt, bei meinen Versuchen. Außerdem weiß ich vom OU-Studium auch, was (Termin-, Prüdungs-, usw.) Druck bei mir leisten kann, und so in etwa wünsche ich mir das auch bei meinen Versuchen mit Sprachkursen.

  4. Hi Sonja!

    Estmal Kompliment zu dem schicken Layout. 🙂

    Also ich besitze drei Selbstlernkurse: Französisch (von Digital Publishing, reine Software), Spanisch (Langenscheidt, Buch mit CDs) und Dänisch (Langenscheidt, Buch und Kassetten). Wie man sicherlich erahnen kann, ist der Dänisch Lernkurs schon etwas älter und – tja – ich glaube es war jugendlicher Leichtsinn, der mich diesen hat kaufen lassen, denn nachdem ich vergeblich versuchte „Guten Tag“ auf Dänisch zu sagen, habe ich diesen Sprachkurs ein stauben lassen. Spanisch und Französisch habe ich beide intensiv durchgearbeitet. Wobei mir die PC Software von Digital Publishing am Besten gefiel, da meine Aussprache kontrolliert wurde.
    Ich würde gerne Arabisch lernen, doch da dies auch ein total anderer Kulturkreis ist, würde ich wohl die Basics in einem VHS Kurs legen wollen und dann zum weiter lernen und wiederholen mir eine Software anschaffen.

    Außerdem nutze ich noch Essential Grammar in Use und diverse Lernkrimis auf englisch, spanisch und französisch, um meine Sprachkenntnisse nicht ganz einrosten zu lassen.

    Vokabeln lerne ich übrigens altmodisch mit Karteikarten. 🙂

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