Die OU stampft das Conversion Diploma ein

Gerade landete die Meldung in meinem Postfach, dass die OU ab 2013 das sog. Conversion diploma nicht mehr anbieten wird.

Das Conversion diploma ist vor allem in Großbritannien beliebt, weil es Absolventen anderer Studiengänge ermöglicht, trotzdem bei der britischen Psychologenvereinigung aufgenommen zu werden und die weitere Ausbildung im psychologischen Bereich zu absolvieren. Die Mitgliedschaft ist deshalb so wichtig, weil die BPS für die Ausbildungs-Richtlinien zuständig sind. Nur wer einen BPS-akkreditierten Master in z.B. klinischer Psychologie hat, hat Chancen auf die Aufnahme im NHS (staatliche Krankenversicherung in GB). Die BPS akkreditiert auch Studiengänge, z.B. den regulären BSc Psychology, den es an der OU gibt.

Laut der OU ist das Conversion dipoma nicht mehr tragbar, weil es ausschließlich von Absolventen belegt wird und die britische Regierung zahlt für diese sog. ELQ-Studenten nicht mehr. Damit ist die Finanzierung nicht mehr gesichert. Wer also nicht bis 2013 das Conversion diploma abschließt, muss in den Bachelor-Studiengang wechseln und zusätzlich einige Kurse belegen (oder aber eine Anrechnung bereits geleisteter Prüfungen aus seinem abgeschlossenen Studium beantragen, wenn das geht).

Für Deutschland ist das kein großer Verlust, da das Conversion diploma hier keine Anerkennung hat. Diese Regelung galt nur zwischen der Universität und der BPS. Deutsche Absolventen mit diesem Diploma haben de facto nichts in der Hand außer einem Hochschulzertifikat, das aber in Deutschland nichts nutzt.

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