Masteroptionen: MA in Prävention und Gesundheitsmanagement

Schon letzte Woche erhielt ich das angeforderte Infomaterial der Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Die Unterlagen sind wirklich schön aufbereitet, teilweise in Hochglanz gehalten und durch aufwändige Zusatzbroschüren (wie z.B. der großen Tafel mit allen Lehr- und Studiengängen) ergänzt. Der erste Eindruck war daher positiv.

Desweiteren war ich erstaunt, dass Prof. Wessinghage Prorektor der Hochschule ist. Es gibt weiter hinten in der Hauptbroschüre eine schöne Übersicht aller Mitarbeiter mitsamt Bild, was ich schon mal sehr sympathisch fand.

Nun zum eigentlichen Studiengang. Gleich vorneweg: Ich selbst halte den Studiengang als nicht passend für mich.

Die Struktur ist folgendermaßen:
Man hat zu Beginn drei Grundmodule – Forschungsmethoden, strategische Unternehmensführung I und II (insg. 33 Credits).
Dann wählt man zwei Schwerpunktmodule aus. Zur Auswahl stehen Sporternährung, Gewichtsmanagement, Sportpsychologie, Coaching, Präventives Training, Rehabilitatives Training, Stressmanagement, Finanzen und Controlling, Marketing und Vertrieb, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter, Gesundheitsförderung im Alter und Lebenstilintervention und Krebs. (zwei Module = 54 Credits)

Zum Abschluss hat man ein Vorbereitungsseminar für die Master-Thesis (keine Credits), ein Modul zur Qualitätsentwicklung und Evaluation (9 Credits) und die Master-Thesis (24 Credits) selbst. Insgesamt macht das 120 Credits.

Es gibt zwischen 34 und 36 Präsenztagen, je nach Modulwahl. An Prüfungsleistungen gibt es Klausuren, Hausarbeiten, Einsendeaufgaben, Prüfungsgespräche, Präsentationen, Projektarbeiten, Kontrollaufgaben sowie Lehrproben. In der Regel ist es so, dass man pro Modul (bestehend aus drei Unterkursen) drei verschiedene Prüfungsformen hat, und die unterscheiden sich je nach Modul. Z.B. enthält das Modul Coaching an Prüfungsleistungen eine Klausur, eine Lehrprobe und eine Hausarbeit, das Modul Rehabilitatives Training eine Einsendeaufgabe, eine Präsentation und eine Klausur.

Das mal zu den organisatorischen bzw. strukturellen Dingen.

Jetzt zu meiner persönlichen Entscheidung:
Der Studiengang an sich ist nicht uninteressant. Prävention und Gesundheitspsychologie interessieren mich, es gibt in Deutschland aber kaum gesundheitspsychologische Studiengänge (zwei Bachelorstudiengänge, keine Masterstudiengänge) wie man das aus UK oder anderen Ländern kennt. Dieser Masterstudiengang scheint da wenigstens etwas in diese Richtung zu gehen.

Was mich persönlich stört sind drei Dinge:

  1. Zwei Module Unternehmensführung: Natürlich muss man die Bezeichnung „Prävention und GesundheitsMANAGEMENT“ irgendwie rechtfertigen, dennoch interessiert mich persönlich der Präventionsaspekt weitaus mehr als die Managementseite. Auf der anderen Seite ist bei Wahl von zwei BWL-Modulen als Studienschwerpunkt nicht mehr wirklich zu erklären, warum der Studiengang noch PRÄVENTION und Gesundheitsmanagement heißen sollte, wenn gar kein präventionsspezifisches Modul belegt wurde. Es gibt wohl genügend reine BWL-Master, die weitaus mehr Managementwissen vermitteln. Kurz: Der Studiengang scheint mir weder Fisch noch Fleisch zu sein.
  2. Nur wenige Module, die mich wirklich interessieren: Gut, ich konnte jetzt wenigstens zwei Module ausfindig machen, die mich interessieren würden. Das reicht ja vollkommen aus. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich in diesen Schwerpunkten auch wirklich arbeiten möchte. Insofern wäre das persönlich zwar ganz interessant, der reale persönliche Nutzen im Berufsleben aber eher gering.
  3. Kosten und Präsenztage: Mit Gesamtkosten von 8880 EURO bewegt sich dieser Masterstudiengang eigentlich schon über meinem Budget. Ich hatte mir eine persönliche Obergrenze von 6000 EURO gesetzt, einfach weil ich momentan noch nicht so viel selbst verdiene und das Geld nicht mehr so locker sitzt, wie es das einst getan hat. Die Präsenztage sind eigentlich kein richtiger Einwand. Letztlich wird das immer notwendig sein, ich habe auch nichts gegen Präsenzphasen. Allerdings hängt es immer von der Teilnehmerverteilung ab, wo diese Präsenzphasen stattfinden. Wenn ich Glück habe, dann ganz in meiner Nähe. Es kommen also keine großen Reise- oder gar Unterbringungskosten dazu. Wenn der Studienschwerpunkt in meiner Nähe aber nicht zustande kommt, muss ich reisen und zwangsläufig mehr bezahlen. Kurzum: Der Studiengang ist zu teuer, egal wie man es dreht und wendet.

So, das war jetzt eine ausführliche Beschreibung. Und jetzt widme ich mich wieder meinem aktuellen Studium. 😉

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