Da schiebt jemand aber Frust (nicht ich)

Aufgrund eines Hinweises von Markus von Fernstudium-infos.de, habe ich mal auf dem Absolventa-Blog vorbeigeschaut. Markus hat dort einen Gastbeitrag im Blog veröffentlicht.

Dabei bin ich auch über die anderen Blogeinträge „gestolpert“… sozusagen, und habe dabei auch die Kommentare gelesen. Wer mag, sollte sich mal beim Eintrag Finanzkrise und Arbeitsmarkt (4): Jobs- und Karriere-Chancen für Ingenieure den 3. und 4. Kommentar durchlesen. Ja, da ist jemand aber mächtig gefrustet.

Was aber mal wieder beweist, auch vor der Umstellung auf Bachelor war nicht alles Gold, was geglänzt hat und man kann auch mit glanzvollem Abschluss und tollem Lebenslauf richtig schlechte Karten erwischen im Leben. Ich persönlich halte nichts von den vielen Horrorszenarien, die von einigen Chaosforschern in diversen Foren betrieben werden. Ich bin immer noch der Meinung, dass man persönlich schauen soll, wie man mit den Umständen zurecht kommt, als ständig nur pechschwarze Zukunftsvisionen zu malen, weil die Umstände sich ändern.

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Vollzeitpensum

Für diese Woche habe ich mir vorgenommen, das Pensum für zwei Wochen zu bearbeiten, um ein bisschen aufzuholen. Im Grunde entspricht das dem Vollzeitpensum, und es ist schon ganz schön viel für mich. Auf die Dauer könnte ich es definitiv nicht.

Auf jeden Fall ist mir dabei aufgefallen, dass ich damals bei meinem Präsenzstudium (das ja auch mehr oder minder Vollzeit war) eigentlich selten so kontinuierlich und viel gelernt habe. Meist war es doch so, dass ich während des Semesters relativ planlos in alle Veranstaltungen getrottet bin, in die die anderen auch gegangen sind – war also eher Herdentrieb als gezielte Semesterplanung. Und wenn man dann in etwa wusste, wann Klausuren/Prüfungen anstanden, dann hat man sich Gedanken gemacht, in welcher Form und wann man sich das Wissen eines ganzen Semesters zu Gemüte führt. Meist hat das so geendet, dass man sich nach Altklausuren und fertigen Skripten umgeschaut hat, anhand derer man sich dann meist in Nacht-und-Nebel-Aktionen zwei bis drei Tage vor der Klausur vorbereitet hat. Wenn ich so zurückdenke, war mir in vielerlei Hinsicht gar nicht klar, was ich da eigentlich konkret an der Uni mache. Um irgendwie zu bestehen hat man versucht mitzuschwimmen, alleine wäre die Sache sonst aufwändiger und komplizierter geworden.

Das ist natürlich auf sozialer Ebene irgendwie vorteilhafter, weil man zwangsläufig mit anderen Leuten zusammenhängt und auch wertvolles Feedback von denen erhält, aber was das eigentliche Lernziel oder Studienziel anging, so habe ich mich häufiger Fragen müssen, ob ich überhaupt irgendwas mitnehmen würde.

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass ich kurz vor Ende meines Studiums total frustriert war, jede Prüfung/Klausur war irgendwie eine Bürde und der Gedanke, zwei oder drei Tage „durchzulernen“ gefiel mir gar nicht. Tja, ich schätze dass ich dann einfach unbewusst die Entscheidung gefällt habe, so nicht mehr weitermachen zu wollen und schließlich schwanger geworden bin. Das hat mir dann wenigstens die vielen Erklärungn erspart, warum ich aufhöre zu studieren. Aber letztlich war es doch meine Entscheidung, dass es für mich so nicht mehr weitergehen kann.

Natürlich hätte ich auch einfach einen radikalen Schnitt machen können, um wenigstens für mich optimalere Lernverhältnisse zu schaffen. Die Schwierigkeit bestand aber meist darin, dass die vielen Pflichtveranstaltungen soviel Zeit verschlungen haben, dass man am Ende des Tages total ausgelaugt war und sich nicht wirklich dazu aufraffen konnte, ernsthaft zu lernen.