DD307: Tutor, Kapitel 2, Wiki

Mittlerweile sind auch die Daten zu meinem Tutor eingetrudelt. In ein paar Tagen wird der Kurs offiziell eröffnet, dann wird vermutlich auch das Tutorenforum zugänglich sein und ich werde mehr über den Tutor und meine Tutorengruppe erfahren.

Ich bin nun mitten drin, Kapitel 2 des 1. Studienbuches durchzuarbeiten. Ich lese immer erst einen größeren, zusammenhängenden Happen, ehe ich eine Zusammenfassung schreibe. Die ist dann auch häufig noch nicht mal in eigenen Worten. Aber wenn ich die ersten Notizen habe, fasse ich nochmal zusammen, streiche weg, ordne neu, usw. Irgendwann ergibt das was Eigenes.

Noch im letzten Jahr habe ich mir bei Wikispaces ein Wiki für den Kurs eingerichtet. Da schon zwei Mitstudierende darüber gestolpert sind, habe ich beschlossen meine Zusammenfassungen auch dort abzulegen. Vielleicht ergibt sich ja eine Diskussion in irgendeiner Form. Im Moment bin ich aber noch alleine auf weiter Flur.

DD307: Erste Eindrücke

Das erste Kapitel habe ich gelesen, die Zusammenfassung ist noch nicht ganz vollständig, werde ich aber vermutlich heute fertigstellen. Ansonsten sind meine ersten Eindrücke bisher positiv. Die Texte sind interessant und regen zum Mitdenken an. Andererseits habe ich schon einen ersten Blick auf die TMA-Frage geworfen und habe noch gar keine Ahnung, was die von mir wollen. Da dies ein Level-3-Kurs ist, ist ein bisschen mehr Abstraktionsfähigkeit gefordert. Es reicht nicht mehr aus, nur das Gelernte wiederzugeben und möglicherweise einige Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Hinzu kommt, dass der Kurs sehr viel Wert auf kritisches Denken legt, also dass man selber das Haar in der Suppe findet und auch begründen kann, warum das stört.

Ansonsten habe ich noch keine Angaben zu meinem/meiner Tutor/in. Da die OU ja plant, alle europäischen Tutoren sowie sonstigen Mitarbeiter zu entlassen, gehe ich davon aus, dass die Tutorengruppen diesmal größer sein werden. Ich harre der Dinge, die da noch kommen werden.

Geöffnet

Halleluja. Die Kursseite für DD307 ist geöffnet.

Da die OU gerade erst in den letzten Tagen einige Designänderungen angebracht hat, ist die Navigation erstmal gar nicht so leicht. Immerhin habe ich jetzt den Study Calendar als PDF zum Herunterladen gefunden – also nicht die Moodle-Version im Printmodus, sondern das, was man früher als Papierversion hatte nun als PDF. Das ist viel übersichtlicher für mich. Auch der ominöse Course Guide, über den jeder rätselte, weil er nicht im Paket enthalten war, steht jetzt zur Verfügung – leider nur online.

Ich werde die nächsten Tage damit zubringen, die Dinge herunterzuladen, die ich dringend benötige (sofern das möglich ist), und mich ansonsten so langsam ans Lernen zu machen. Für die ersten drei Wochen steht einiges auf dem Programm.

Neues Jahr, neues Glück

Bald steht der offizielle Start von DD307 bevor. Die Website öffnet ab dem 19.01. (oder auch früher; die OU hält sich manchmal nicht wirklich an die selbstgesteckten Termine), offizieller Starttermin ist aber der 28.01. Die Foren laufen zwar noch nicht heiß, man merkt aber schon, dass die Postingfrequenz zunimmt.

Leider halten die Leute aber nix davon, wenigstens mal die Überschriften der bisherigen Threads durchzulesen. Es gibt mittlerweile schon zwei Threads, die sich mit der Frage beschäftigen, mit welchem der beiden Kursbücher man denn bitte anfangen soll. Wäre es so schwer gewesen, einfach den Thread „Where do we start“ zu lesen, statt einen eigenen mit der Überschrift „Which book“ zu beginnen???? Oder der Thread „Ball rolling“. Ist ja nett, so einen Jetzt-geht-es-an-die-Buletten-Thread zu starten. Aber der ist so dermaßen offtopic, dass er mir wirklich am Allerwertesten vorbeigeht.

Insgesamt nervt mich also, dass es so gar keine Struktur im Forum gibt. Die Threads sind querbeet gesprenkelt, zwischen Off-Topic und kursrelevanten Themen. Hinzu kommt, dass die Leute sich einen Kehrricht darum scheren, dass ihre Frage bereits von anderen gestellt und beantwortet wurde. Puh. Das wird kein Spaß. Ich hatte mir ja vorgenommen, die Nähe zu meinem Mitstudierenden zu suchen. Ich hoffe, ich komme irgendwie mit diesem Durcheinander im Forum zurecht. So wirklich freuen tue ich mich nicht darauf.

Automatisierter Rückblick auf 2011

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 9.800 mal besucht. Das entspräche etwa 4 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

DD307: Kursunterlagen da, erstes Schnuppern, Weihnachtspause

Vor zwei Tagen traf das Studienmaterial für den nächsten Kurs ein. Der ist auf Level 3 angesiedelt, das gelieferte Material ist aber sehr übersichtlich (2 Bücher, 2 DVDs). Ich gehe davon aus, dass uns die Kursseite noch viele schöne Materialien zum Download bereithalten wird. Trotzdem habe ich vorab schon mal geschnuppert, was da auf mich zu kommt.

So habe ich die 1. DVD schon (fast) komplett angesehen, die 2. DVD nur auszugsweise. Ich bin ganz beeindruckt von dem klaren, strukturierten Inhalt, der mir sehr kursrelevant erscheint. Es geht viel um Grundlagen, methodisches Vorgehen für die Projektarbeit, die im Kurs ansteht. Bisher habe ich mich aber nur berieseln lassen, zumal ich auch gar keine Ahnung habe, wann welche Inhalte durchgenommen werden; der Kurskalender wird ja nicht mehr in Papierform mitgeliefert (was ich übrigens sehr schade finde, denn ich komme mit dem Moodle-Kalender nicht so recht klar und ausgedruckt ist er nicht so übersichtlich, wie ich das gewohnt war).

Vielleicht habe ich über die Feiertage etwas Zeit, mir die ersten Kapitel der Bücher anzusehen. Ab Mitte Januar soll die Kursseite freigeschaltet werden, da werde ich dann richtig loslegen (und schauen, welche weiteren Überraschungen noch so bereit stehen).

In diesem Sinne schließe ich das Blog für dieses Jahr ab. Nach der Weihnachtspause geht es weiter. Lasst es krachen, aber nicht zu doll! ;)
By Emilio del Prado from Valladolid, Spain, España (Acebo - European Holly) [CC-BY-SA-2.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

By Emilio del Prado from Valladolid, Spain, España (Acebo – European Holly) [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Gebühren für europäische Studenten – Stabilität und Gleichheitsprinzip

Die OU hat die Katze endlich aus dem Sack gelassen. Heute wurden die Gebühren für europäische Studenten für 2012 bekannt gegeben. Endlich.

Erfreulich dabei ist, dass Studenten, die entweder ein Modul mit Starttermin 01. September 2010 bis 31. August 2011 belegt haben oder aktuell ein Modul mit Starttermin 01. September 2011 bis 31. August 2012 studieren, durch das Transitional funding arrangement geschützt sind und die aktuellen Gebühren bezahlen werden. Wer als OU-Student komplett neu anfängt, zahlt genau so viel wie die UK-Students 5000 £ je 120 Credits.

Ich bin froh, dass es endlich raus ist und wir nicht mehr zittern müssen. Zwar sind die Gebühren für neue Studenten hoch, aber sie liegen zumindest nicht über denen der UK-Students. Außerdem bleiben auch die Gebühren für postgraduale Studiengänge – so sie denn nicht vollkommen eingestellt wurden – stabil. Natürlich wird es eine Anpassung an die Inflation geben, aber es ist doch ein Unterschied, ob ich für zwei Module 3500 £ zahle oder für ein Modul 2500 £.

Keine Social Science Master mehr an der OU?

Ich habe es schon auf Twitter gepostet, schreibe es aber doch nochmal hier herein. In den internen Foren hat ein OU-Student auf eine E-Mail hingewiesen, die er von der OU erhalten hat. Die OU macht darin deutlich, dass es in der nächsten Zukunft keine Masterstudiengänge im Bereich Social Sciences mehr geben wird.

Schuld seien die finanziellen Kürzungen der Regierung. Was ich persönlich seltsam finde. Es steht auch in den Kommentaren zu Tims Eintrag schon drin: Vor ein paar Jahren hat die OU noch behauptet, Masterstudiengänge seien von den Kürzungen nicht betroffen, weil diese gar nicht bezuschusst worden seien. Komisch, dass es jetzt doch wieder die pöse Politik ist, die den Geldhahn zudreht und es (un)möglich macht, vorher gemachte Aussagen jetzt ins Gegenteil zu verkehren. Komische Welt.

In einem weiteren Beitrag auf Tims Blog erzählt er dann auch gleich die Geschichte von der University of London, die ihren Masterstudiengang (eigentlich zwei Studiengänge) im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie auch einstellen wird. Zuerst behaupten sie, es sei wegen der großen Konkurrenz auf dem Markt, dann aber weil die zwei Studiengänge „sowieso nicht so gut waren“. (Diese Info findet sich nicht im Blog, sondern nur in den internen OU-Foren.)

ED209: Abschließende Worte

Ich habe jetzt hin und her überlegt, ob ich noch etwas über ED209 schreiben soll. Eigentlich hatte ich die abschließende Analyse/Meinung ja versprochen, aber der Kurs steckt mir irgendwie immer noch (negativ) in den Knochen, von daher weiß ich nicht, ob das eine sonderlich gute Idee ist. Da ich aber bisher zu jedem meiner Kurse eine solche Zusammenfassung gepostet habe, mache ich es halt auch diesmal.

Der Kurs hieß in voller Länge „Child development“. Thematisch ging es um Entwicklungspsychologie in allen Bereichen, die während der kindlichen Entwicklung eine Rolle spielen. Angefangen von der Seh- und Lauffähigkeit von Säuglingen und den Lernprozessen bis hin zum Erlernen von Sprache, von Identitätsbildung, Bindungsverhalten im Kindes- und Erwachsenenalter, Lernfähigkeit im Schulalter, usw. Es war wirklich viel dabei, man kann also nicht meckern, dass der Kurs sich nicht Mühe gegeben hätte, einen breiten Einblick zu gewähren. Es ist aber sicherlich trotzdem nicht möglich gewesen, wirklich alles abzudecken, was es zu diesem Thema gibt (was – glaube ich – verständlich ist).

Zu Beginn des Kurses – in Buch 1 – war ich noch recht guter Dinge. Es ging um die absoluten Grundlagen, z.B. die vier großen Theorien Behaviorismus, sozialkognitive Lerntheorie, Konstruktivismus und sozialer Konstruktivismus, aber auch um die Gegenüberstellung von Empirismus und Nativismus und letztlich um die alte Debatte nature vs. nurture. So weit, so gut.

Buch 2 beschäftigte sich hauptsächlich mit Bindungstheorien und wie stark der elterliche Einfluss in der Kindheit das Erwachsenenalter prägt. Prinzipiell war die Debatte bzw. das Thema ganz OK. Auch ich als Mutter habe mit Ängsten zu kämpfen, dass ich meine Kinder für ihr Leben zeichne, nicht nur im Guten, sondern auch im Schlechten. Das will natürlich niemand. Insofern fand ich die Diskussion gut und wichtig. Was mir nicht gefiel war das ständige Umeinanderwerfen mit Studien, Studien und nochmal Studien. Ich war irgendwann soweit, dass ich nicht mehr unterscheiden konnte, welche Studie denn nun die Theorie bestätigte (und warum) und welche sie widerlegte (und warum). Es war einfach zu viel des Guten. Und ganz am Schluss hieß es dann, dass man nichts Genaues weiß. Super.

In Buch 3 ging es dann um die sprachliche Entwicklung und da muss ich ehrlich gestehen, habe ich irgendwann die Reißleine gezogen. Das Thema wurde meines Erachtens nicht ganz sachlich angegangen, weil man z.B. behauptete, der Empirismus böte die besseren Argumente, selbst wenn man zugeben musste, dass man dafür gar keine Beweise hatte – „aber er ist einfach ökonomischer, wir finden ihn sinnvoller und überhaupt mögen wir die Nativisten nicht“. Zumindest kam das bei mir so rüber. Auch hier jagte eine Studie die nächste und ehrlich gesagt, habe ich mich am Ende gefragt, was zum Teufel die sich mit dem kompletten Buch eigentlich selber beweisen wollten. Dass sie zig Studien aus dem Ärmel zaubern können, die alles auf der Welt bestätigen oder widerlegen? Ich kann ehrlicherweise zugeben, dass ich es bis heute nicht herausgefunden habe.

Buch 4 habe ich mir dann gespart. Ich habe es einfach nicht mehr gelesen, weil dieses Eine-Studie-jagt-die-nächste mir zum Halse hinaushing und ich nicht den Eindruck hatte, wirklich sinnvolle Inhalte zu lernen. Ja klar, für die Klausur wäre es sinnvoll gewesen, aber fürs Leben? Ich weiß nicht.

ED209: Klausurergebnis. Freudentaumel?

10 Tage vor dem angegebenen Termin hat die OU die Klausurergebnisse für ED209 und andere Psychologie-Module bekannt gegeben. Zunächst musste ich schlucken. Eigentlich wollte ich die nächsten Tage noch genießen, ohne das Ergebnis zu wissen. Aber gut, irgendwie muss ich mich ja damit auseinandersetzen, ob ich nun bestanden habe oder nicht.

Erfreulicherweise habe ich die Klausur mit einem Grade 3 pass bestanden. Das ist erstaunlich gut, wenn man sich vor Augen hält, wie katastrophal ich mich vorbereitet habe und letztlich in die Klausur gegangen bin. Im Moment gibt die OU nur einen groben Überblick darüber, wie die einzelnen Fragen ausgefallen sind. Das heißt, man erhält nur grob gesagt, welche Note man für welche Frage erhalten hat. Die detaillierten Ergebnisse kommen dann wahrscheinlich irgendwann per Post.

Am besten abgeschnitten habe ich in Frage 7 – das war die sog. set question – also eine Frage, die ich schon vorher kannte und auf die ich mich daheim vorbereitet habe. Das Ergebnis liegt zwischen 70 und 84 %, was ich gut finde. Damit konnte ich wohl das Ruder noch herumreißen und meine Schwache Leistung aus Frage 2 (Ergebnis: 40-54%) wettmachen. Zur Erinnerung: Frage 2 war die, von der ich wirklich null Ahnung hatte, die ich aber nur gewählt habe, um noch ein paar Gnadenpunkte zu bekommen. Das hat dann wohl hin gehauen.

Am meisten freue ich mich aber über das Ergebnis zu Frage 4. Auch darauf habe ich mich nicht gerade adäquat vorbereitet, aber im Bereich von 55 bis 69% abgeschlossen. Hier hatte ich mit aller höchstens 50 % gerechnet, sodass ich doch froh bin, etwas darüber zu liegen. War also nicht alles umsonst.

Im großen und ganzen ist das Ergebnis erfreulich für mich. In Freudentaumel werde ich nicht ausbrechen, aber ein gehöriger Stein ist mir schon vom Herz geplumpst. Es könnte sein, dass ich mir mit ED209 das Endergebnis des Bachelors versaut habe. Noch ein Grund mehr, diesen Kurs zu verfluchen, was ich mir jetzt aber sparen möchte. Es ist definitiv vorbei für mich. Und jetzt packe ich alles weg, was mit ED209 noch zu tun hat. :)